Alte Kühlschränke sind schuld am Schmelzen des arktischen Eises
Alte Kühlschränke sind schuld am Schmelzen des arktischen Eises
Anonim

Nach wissenschaftlicher Theorie ist die Bildung eines Ozonlochs in der Stratosphäre der Erde mit der Freisetzung von Chemikalien verbunden, die früher in Klimaanlagen und Kühlschränken verwendet wurden. Neue Forschungen zeigen, dass dieselben Substanzen zwischen 1955 und 2005 für 50 % der Erwärmung in der Arktis verantwortlich sind.

Nach 1955 nahm die Verwendung von ozonabbauenden Stoffen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffen und teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen als Kältemittel dramatisch zu. Um herauszufinden, wie diese Stoffe zum Temperaturanstieg und zum Meereisverlust in der Arktis beigetragen haben, führten Wissenschaftler Klimamodellierungen nach zwei Szenarien durch. In einem entsprach das Emissionsniveau der nächsten 50 Jahre der Realität, in dem anderen blieben die ozonabbauenden Stoffe über diesen Zeitraum auf dem Niveau von 1955.

Die Ergebnisse zeigten, dass in einem realen Szenario die durchschnittliche Jahrestemperatur der Welt um 0,59 °C gestiegen ist, während bei Modellen ohne Emissionserhöhung der Temperaturanstieg nur 0,39 °C betrug. Es zeigt sich, dass diese Stoffe im betrachteten Zeitraum für ein Drittel der globalen Erwärmung verantwortlich sind.

In der Arktis, wo die Erwärmung beschleunigt auftritt, betrug der Temperaturanstieg unter den Bedingungen der chemischen Emissionen über 50 Jahre 1,59 ° C, und wenn sie auf dem Niveau von 1955 gehalten werden, würde dies zu einer Erwärmung von nur 0,8 ° C führen, was die Hälfte davon. Die Studie führte auch die Hälfte der Verluste des arktischen Meereises im September in diesem Zeitraum auf diese Stoffe zurück.

1989 trat das Montrealer Protokoll in Kraft, das den schrittweisen Verzicht auf ozonschichtabbauende Chemikalien vorsah. Die getroffenen Maßnahmen haben sich bewährt und das Ozonloch könnte sich noch in diesem Jahrhundert schließen. Ihre weitere Reduzierung könnte auch dazu beitragen, eine extreme Erwärmung in der Arktis zu verhindern, obwohl einige der Ersatzstoffe für alte Kältemittel Treibhausgase sind.

Die Forschung wird in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht.

Beliebt nach Thema