Die Parkinson-Krankheit und eine Reihe anderer Krankheiten wurden mit dem Leben in der Nähe der Fahrbahn in Verbindung gebracht
Die Parkinson-Krankheit und eine Reihe anderer Krankheiten wurden mit dem Leben in der Nähe der Fahrbahn in Verbindung gebracht
Anonim

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass das Wohnen an einer Straße das Risiko für die Parkinson-Krankheit sowie für mehrere andere Krankheiten erhöht, während Grünflächen die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit verringern.

Die alternde Bevölkerung in den Industrieländern zwingt die Welt dazu, aktiver über Krankheiten zu sprechen, die sich oft erst im Alter bemerkbar machen. Die Rede ist insbesondere von der Alzheimer-Krankheit, die in der Regel bei Menschen über 65 Jahren auftritt. Im Jahr 2006 wurde die weltweite Inzidenz auf 26 Millionen geschätzt. Bis 2050 soll sich die Zahl der Alzheimer-Erkrankten vervierfachen.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen, Faktoren zu finden, die zur Entstehung solcher Krankheiten beitragen. Nun haben Experten der University of British Columbia in Kanada versucht, einige Fragen zu beantworten. Die Forschungsergebnisse wurden in Environmental Health veröffentlicht, die russischsprachige Rezension wurde von Gazeta.Ru bereitgestellt.

Experten untersuchten die Indikatoren von 678 Tausend Menschen im Alter von 45 bis 84 Jahren. Die Daten zu ihrem Gesundheitszustand wurden mit den Lebensbedingungen verglichen: Es ging um die Luftverschmutzung, Lärmindikatoren sowie um die in der Nähe wachsenden Grünflächen.

Im Rahmen der Beobachtungen wurden Fälle verschiedener Erkrankungen erfasst, insbesondere Alzheimer- und Parkinson-Krankheit sowie Multiple Sklerose.

Die Analyse zeigte, dass das Wohnen in weniger als 50 Metern Entfernung von der Straße oder weniger als 150 Metern von der Autobahn ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Reihe von Krankheiten birgt. Bei der Parkinson-Krankheit und der Nicht-Alzheimer-Demenz führte das Leben in Straßennähe zu einem um 7 % bzw. 14 % erhöhten Risiko im Vergleich zu Personen, die in anderen Umgebungen leben. Bei der Alzheimer-Krankheit und der Multiplen Sklerose trauen sich Wissenschaftler aufgrund der begrenzten Informationsmenge, ob ein Zusammenhang besteht, nur ungern zu beurteilen.

Experten sind jedoch mit solchen Ergebnissen zufrieden. Die gewonnenen Daten seien die ersten, die den Zusammenhang zwischen Autobahnen und der Entstehung neurologischer Erkrankungen eindeutig belegen. Ein wichtiges Ergebnis war auch, dass das Vorhandensein von Grünflächen das Risiko für die oben diskutierten Krankheiten verringert.

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