Kann die Quantenphysik das Bewusstsein beschreiben?
Kann die Quantenphysik das Bewusstsein beschreiben?
Anonim

Die Arbeit unseres Bewusstseins ist eines der Geheimnisse, die Wissenschaftler immer noch nicht lösen können. Können die Gesetze der Quantenphysik helfen, dieses Rätsel zu lösen?

Die Natur des Bewusstseins ist immer noch eine philosophische Frage, die die Denker und Wissenschaftler seit Jahrhunderten beschäftigt. Aber vielleicht können wir bald herausfinden, wie es entsteht. Und dabei kann die Quantenmechanik helfen.

Eine der wichtigsten offenen Fragen in der Wissenschaft ist, wie unser Bewusstsein funktioniert. In den 1990er Jahren, lange bevor er den Nobelpreis für Physik 2020 für die Vorhersage von Schwarzen Löchern erhielt, schlug der Physiker Roger Penrose zusammen mit dem Anästhesisten Stuart Hameroff eine Erklärung für die Natur des Bewusstseins vor, die Medizin mit Physik kombiniert.

Sie argumentierten, dass das neuronale System des Gehirns ein komplexes Netzwerk bildet und dass das dabei entstehende Bewusstsein den Regeln der Quantenmechanik gehorchen muss – einer Theorie, die die Wechselwirkungen zwischen den kleinsten Teilchen – Elektronen und Atomen – bestimmt. Dies könnte ihrer Meinung nach die mysteriöse Komplexität des menschlichen Bewusstseins erklären. Der Standpunkt von Penrose und Hameroff wurde nicht gut aufgenommen. Der Punkt ist, dass die Gesetze der Quantenmechanik bei niedrigen Temperaturen einen signifikanten Beitrag zu leisten beginnen – bei höheren Temperaturen übernehmen andere Effekte.

Da unser Körper bei Raumtemperatur arbeitet, würde man erwarten, dass er den klassischen Gesetzen der Physik unterliegt. Aus diesem Grund wurde die Quantentheorie des Bewusstseins von vielen Wissenschaftlern vollständig abgelehnt. Die Schöpfer der Theorie selbst versuchten nicht besonders, sie zu entwickeln - Penrose hatte andere, eher physikalische Probleme zu lösen. Daher beschlossen andere Forscher, die Quantentheorie des Bewusstseins zu testen. Sie untersuchten, wie sich Quantenteilchen in einer komplexen Struktur wie dem Gehirn bewegen können.

Eine der Bestimmungen der Penrose-Hameroff-Theorie besagt, dass fraktale Strukturen aus Mikrotubuli, die Substanzen zu verschiedenen Teilen von Neuronen transportieren, für die Entstehung von Bewusstsein verantwortlich sein können. Physiker haben vorgeschlagen, dass diese Mikrotubuli fraktale Muster bilden können, innerhalb derer sich Quantenteilchen bewegen, und durch die Interaktion zwischen ihnen wird Bewusstsein gebildet.

Bisher haben Wissenschaftler keine Möglichkeit, diese Sichtweise zu überprüfen. Forscher haben jedoch bereits gelernt, wie man solche Quantenfraktale im Labor erzeugt. Eine genauere Untersuchung von ihnen wird mehr Informationen über die Struktur liefern. Wenn Physiker ihre Unterscheidungsmerkmale finden, können Quantenfraktale im Gehirn gefunden werden. Natürlich, wenn sie dort existieren.

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