Versteinerte Überreste eines neuen Mikrosauriers von der Größe eines Fingers, der in den Vereinigten Staaten gefunden wurde
Versteinerte Überreste eines neuen Mikrosauriers von der Größe eines Fingers, der in den Vereinigten Staaten gefunden wurde
Anonim

Paläontologen haben in Illinois die versteinerten Überreste eines neuen, fingergroßen Mikrosauriertyps entdeckt, der vor 308 Millionen Jahren lebte. Die Forschung wurde von der Fachzeitschrift Royal Society Open Science veröffentlicht.

Wissenschaftler haben den Mikrosaurus Joermungandr Bolti nach Jormungand, einer riesigen Seeschlange aus der nordischen Mythologie, benannt. Die Größe des Fossils selbst betrug etwa 5 cm.

Das Fossil ist gut erhalten: Wissenschaftler haben beispielsweise Schuppenstücke gefunden – so unterscheidet sich der Mikrosaurier von früheren Funden. Außerdem hatte Joermungandr Bolti einen starken Schädel und einen langgestreckten Körper, weshalb Wissenschaftler davon ausgingen, dass er Löcher in den Boden graben konnte.

Der Fund gibt Paläontologen die Möglichkeit, die Gewohnheiten dieser eidechsenartigen Tiere besser zu verstehen. Die Entdeckung gibt Aufschluss über die Entwicklung verschiedener Tiergruppen, darunter Amphibien und Reptilien. Wissenschaftler geben zu, dass Mikrosaurier mit letzteren verwandt sein könnten.

"Mikrosaurier haben in letzter Zeit eine große Bedeutung für das Verständnis der Herkunft von Amnioten erlangt. Viele Vertreter von Mikrosauriern wurden als Vorfahren von Amphibien oder Reptilien angesehen", sagte einer der Autoren der Studie, Arjan Mann, gegenüber Agence France-Presse.

Amnioten sind die gemeinsamen Vorfahren moderner Säugetiere und Reptilien. Sie erschienen auf dem Planeten während der Karbonzeit (Karbon), die vor mehr als 350 Millionen Jahren begann. Mikrosaurier lebten in der gleichen geologischen Periode.

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