Belgien geht wieder unter Wasser
Belgien geht wieder unter Wasser
Anonim

Im Süden Belgiens hat ein neues Hochwasser begonnen, verursacht durch Regengüsse. Bis heute wurden bereits mehrere Siedlungen überflutet, darunter auch die Hauptstadt der wallonischen Region, die Stadt Namur. Die Stadt Dinan und einige Stadtteile von Namur litten am meisten unter dem nächsten Sturm der Elemente. Angaben zu Opfern und Verletzten liegen noch nicht vor.

Nach Angaben des Bürgermeisters Dinan Axel Tikson stürzte nach ganztägigen Gewittern ein Schlammstrom aus den Bergen auf die Stadt und zerstörte mehrere Dutzend Autos, Verkehrsschilder, Zäune und Grünflächen, berichtet TASS. Infolge des starken Anstiegs des Wasserspiegels in der Maas werden mehrere Stadtblöcke überflutet. "Bisher reden wir nur von Sachschäden, es gibt keine Opfer in der Stadt", betonte der Bürgermeister.

Ähnlich ist die Situation in einer Reihe anderer Siedlungen in der Region Ardennen - in dieser Bergregion begannen zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer zu fließen und wurden zu Schlammbächen. Die Situation wird dadurch erschwert, dass infolge der stärksten Überschwemmung der letzten 100 Jahre, die Belgien vom 14.-16. Juli dieses Jahres traf, die Bette vieler Flüsse stark verstopft und an manchen Stellen komplett aufgestaut sind zu umgestürzten Bäumen. In den von den ersten Überschwemmungen betroffenen Städten sind Regenkanäle noch immer stark beschädigt und verstopft, die derzeit selbst einen geringen Wasserüberschuss nicht bewältigen können.

Laut Prognosen von Meteorologen werden die Regenfälle am Sonntag nicht aufhören, sodass sich die Situation in der Überschwemmungszone verschlechtern könnte. Gleichzeitig soll die Regenintensität geringer sein als in der vergangenen Woche, als im Süden des Landes an zwei Tagen 1,5 Monate lang geregnet wurde.

Nach den neuesten Daten kamen bei der Flut vom 14.-16. Juli in Belgien 32 Menschen ums Leben, alle wurden identifiziert. Etwa 60 Menschen wurden verletzt und verletzt. Der Schaden der Katastrophe ist noch nicht berechnet, beläuft sich aber nach vorläufigen Schätzungen der wallonischen Behörden auf mehrere Milliarden Euro. Zehntausende Häuser wurden zerstört und beschädigt, Dutzende Siedlungen wurden der Gas-, Strom- und Wasserversorgung entzogen. Durch das Hochwasser sind mehr als 50.000 Autos völlig unbrauchbar geworden.

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