Mysteriöser megalithischer Komplex in Frankreich entdeckt
Mysteriöser megalithischer Komplex in Frankreich entdeckt
Anonim

Spezialisten des französischen Nationalen Instituts für präventive archäologische Forschung (Inrap) haben eine dreijährige Ausgrabung in der Gemeinde Massonghi abgeschlossen. Ein Team von Archäologen hat nicht nur eine antike Siedlung ausgegraben, sondern auch einen riesigen megalithischen Komplex des mittleren Neolithikums.

Eine Zusammenfassung der Studie ist auf der Inrap-Website verfügbar. Es wird berichtet, dass viele hier gefundene Artefakte bereits Laborstudien bestanden haben. Dadurch war es möglich, auch für das bloße Auge unsichtbare Elemente zu erkennen.

Das entdeckte prähistorische Denkmal wurde Chemin des Bels genannt. Wissenschaftler haben es konventionell in zwei Hauptteile unterteilt. Eine davon ist eine Siedlung aus dem mittleren Neolithikum. Der zweite Teil erwies sich als interessanter, da es sich um einen riesigen megalithischen Komplex handelt.

Spezialisten des französischen Nationalen Instituts für präventive archäologische Forschung (Inrap) haben eine dreijährige Ausgrabung in der Gemeinde Massonghi abgeschlossen. Ein Team von Archäologen hat nicht nur eine antike Siedlung ausgegraben, sondern auch einen riesigen megalithischen Komplex des mittleren Neolithikums.

Eine Zusammenfassung der Studie ist auf der Inrap-Website verfügbar. Es wird berichtet, dass viele hier gefundene Artefakte bereits Laborstudien bestanden haben. Dadurch war es möglich, auch für das bloße Auge unsichtbare Elemente zu erkennen.

Das entdeckte prähistorische Denkmal wurde Chemin des Bels genannt. Wissenschaftler haben es konventionell in zwei Hauptteile unterteilt. Eine davon ist eine Siedlung aus dem mittleren Neolithikum. Der zweite Teil erwies sich als interessanter, da es sich um einen riesigen megalithischen Komplex handelt.

Archäologen zufolge wurde dieser Komplex anscheinend nach einem sehr genauen Plan gebaut. Außerdem dauerte der Bau mehrere Etappen, und irgendwann wurde das Denkmal saniert.

Im Zentrum dieses Komplexes wurde eine große Liegeplatte von 3,4 Metern Länge, 1,1 Metern Breite und genau einem Meter Dicke gefunden. Die Masse dieser Platte beträgt etwa fünf Tonnen. Um ihn herum wurden zahlreiche Artefakte gefunden.

Wissenschaftler vermuten, dass es ein Heiligtum war, ein Ort der Anbetung der Götter. Sie fanden heraus, dass die besagte Platte ursprünglich ein großer vertikal aufgestellter Menhir war. Darauf weisen zum Beispiel kleine Spuren der Steinbearbeitung hin.

Wie Sie wissen, ist Menhir ein großer Megalith in Form eines grob geschnittenen Steinblocks, der von Menschenhand geschaffen wurde. Die vertikalen Abmessungen einer solchen Reliquie überschreiten immer die horizontalen, wie in diesem Fall.

Wissenschaftler machten darauf aufmerksam, dass die Platte auf einer Seite künstlich geschärft wurde. In der Antike wurden um ihn herum Stelen aufgestellt, jede etwa einen Meter hoch. Zusammen bildeten sie einen großen Kreis. Archäologen haben dort acht solcher Steinblöcke gefunden. Den verbleibenden Pits nach zu urteilen, bestand der Kreis jedoch anfangs aus mindestens 15 solcher Blöcke.

Ausgrabungen haben gezeigt, dass dieses Abbild von Stonehenge in seiner ursprünglichen Form mehrere Jahrzehnte lang existierte. Dann wurde die Anlage umgebaut. Die Stelen wurden zu Boden geworfen und vergraben. Der Kreis überlebte, aber jetzt bestand er aus großen Plattformen, die mit Schutt bedeckt waren. Gleichzeitig blieb die Mittelplatte intakt.

In dieser Form stand der Komplex nach Ansicht von Experten mehrere Jahrhunderte und wurde oft besucht. Es ist interessant, dass sie anscheinend aus der Ferne kamen, da es in der Nähe der Menhire keine Siedlungen gab. Aber alles änderte sich zu einem späteren Zeitpunkt in der Nutzung dieses Heiligtums.Die Siedlung, die jetzt den zweiten Teil des Denkmals bildet, wurde buchstäblich einige Dutzend Meter vom heiligen Kreis entfernt gebaut.

Eine eingehende Untersuchung der Megalithen ergab, dass einige von ihnen graviert waren und die Bilder mit bloßem Auge nicht zu sehen waren. Für die Analyse verwendeten die Wissenschaftler das photogrammetrische Verfahren RTI (Reflectance Transformation Imaging).

Sein Wesen besteht darin, eine Reihe von Fotografien mit dem ortsfesten Gerät, aber mit der Bewegung der Lichtquelle zu erhalten. Dies half, die subtilsten unsichtbaren Bilder sichtbar zu machen. Es stellte sich heraus, dass auch die Zeichnungen auf den Menhiren in mehreren Etappen aufgebracht wurden.

Bei den frühesten von ihnen waren die Steine ​​mit bestimmten Symbolen verziert, die dem großen lateinischen Buchstaben U ähneln. Viel später erschienen auf den Steinen zahlreiche Linien, die dicht miteinander verflochten sind.

Die RTI-Methode ermöglichte es, die Chronologie der Entstehung dieser Zeichnungen nachzuvollziehen. Er wies auch auf das Vorhandensein einer großen Anzahl von viereckigen, kreuzförmigen und sogar Fischgrätenmustern hin. Eine genaue Erklärung wurde ihnen noch nicht gegeben. Einer Version zufolge könnten diese Symbole eine heilige Bedeutung haben, und da sie möglicherweise von verschiedenen Kulturen geschaffen wurden, sind die Muster buchstäblich eine Verflechtung von Symbolen.

Aber es gibt eine andere Hypothese, die zuverlässiger aussieht. Experten haben vorgeschlagen, dass die Gravuren die frühesten Karten der Region darstellen könnten, vielleicht haben die alten Menschen die Landschaft ihrer landwirtschaftlichen Flächen abgebildet.

Ein einfacher visueller Vergleich half den Forschern, diese Version zu testen. Sie übertrugen die Bilder von Steinen auf Papier und gingen dann auf die Aussichtsplattform, die sich einige hundert Meter vom Denkmal entfernt befindet. Die Landschaft, die sich von diesem Plateau aus öffnet, ähnelt, wie Wissenschaftler sagen, schematisch den auf den Steinen abgebildeten Zeichnungen.

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