US-Experten sehen Gefahr bei Wassereinspritzung in Reaktoren von Fukushima
US-Experten sehen Gefahr bei Wassereinspritzung in Reaktoren von Fukushima
Anonim

Die US-Atomaufsichtsbehörde sagt, dass die Injektion von Wasser in die Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima-1 zu neuen Explosionen und einer Verringerung der seismischen Widerstandsfähigkeit des Kernkraftwerks führen könnte.

Meerwasser, das in die Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima-1 gepumpt wird, um die Brennstäbe zu kühlen, erhöht laut dem Bericht des Ministeriums den Druck im Reaktor, erhöht die Explosionsgefahr in Aggregaten und verringert auch die Erdbebensicherheit des Atomkraftwerks, schreibt die New York Times.

„Auch als bester Jongleur der Welt kann man nicht mit zu vielen Bällen umgehen. In Zukunft könnten die Japaner viele Probleme haben, und nur ein falscher Schritt kann die Situation erheblich verkomplizieren", zitiert die Veröffentlichung von David Lochbaum, einem der Autoren des Berichts, der zuvor mit Reaktoren ähnlicher Art gearbeitet hat.

Experten warnen vor neuen Rissen, durch die hochradioaktives Wasser austreten kann. Einen dieser Risse haben die Liquidatoren am Mittwoch repariert.

Darüber hinaus beeinflusst die Injektion von Wasser in den Sicherheitsbehälter dessen seismische Widerstandsfähigkeit. Je mehr Wasser sich im Reaktormantel befindet, desto gravierender werden die Schäden durch Folgebeben, warnen Experten auf dem Gebiet der Kernkraftwerksplanung in ihrem Gutachten.

„Wenn ich in der japanischen Position wäre, würde ich ernsthaft darüber nachdenken, bevor ich Tonnen von Wasser in den Reaktormantel gieße, zumal die Integrität des Reaktormantels seit dem Erdbeben nicht überprüft wurde“, sagt Margaret Harding, eine ehemalige Reaktordesignerin bei General Elektr.

Die Autoren des Berichts empfehlen Ingenieuren, dem Wasser weiterhin Bor zuzusetzen, um den Reaktor zu kühlen, um das Auslösen einer Kernreaktion zu vermeiden. Gleichzeitig sagen Experten, dass die Situation im AKW Fukushima-1 trotz aller möglichen Drohungen heute noch unter der Kontrolle der Liquidatoren steht.

"Ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass kritische Prozesse ablaufen", zitiert die New York Times Neil Wilmshurst, Vizepräsident des Nuklearsektors am Institut für Elektrizitätsforschung.

Eine weitere Gefahr beim Pumpen von Wasser in den Reaktormantel liegt in der zunehmenden Explosionsgefahr. Experten erklären, dass Strahlung aus dem Kern des Reaktors Wassermoleküle aufbrechen kann. Durch die Reaktion wird Wasserstoff freigesetzt, der in der Nähe der Brennstäbe mit Sauerstoff reagieren kann. "In diesem Fall bildet sich neben den Brennstäben ein explosives Gemisch", zitierte die Zeitung den Physiker Jay LaVerne aus Notre Dame.

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