Amerikanische Biologen haben eine neue Art von Grabschlangen entdeckt
Amerikanische Biologen haben eine neue Art von Grabschlangen entdeckt
Anonim

Auf den philippinischen Inseln fanden sie Miniaturschlangen, die einen unterirdischen Lebensstil führten und erst nach Regen an die Oberfläche krochen.

Die umfangreiche Reptilienfamilie Lamprophiidae - entfernte Cousins ​​​​der bereits geformten - hat mehr als 300 Arten, die den Raum von Südeuropa und Afrika bis nach Zentral- und Südostasien bewohnen. Und vor kurzem ist eine andere Art darin aufgetaucht, die von Wissenschaftlern auf den Philippinen entdeckt wurde. Es ist kaum verwunderlich, dass diese Schlangen bisher unbemerkt geblieben sind. Zum einen sind dies die kleinsten - etwa 17 Zentimeter - Vertreter der gesamten Familie. Zweitens verbringen sie die meiste Zeit unter der Erde und erscheinen erst nach starken Regenfällen an der Oberfläche.

Eine Beschreibung des neuen Levitonius mirus "Varai Burrowing Snakes" wird in einem Artikel vorgestellt, der im Serpentology-Journal Copeia vom Team des University of Kansas-Professors Rafe Brown veröffentlicht wurde. Wissenschaftler benannten sie nach dem lokalen austronesischen Volk. Anscheinend dienen verschiedene Bodenwirbellose, vor allem aber Regenwürmer, den Varai-Schlangen als Nahrung.

Wirbelsäule und Schädelknochen von Levitonius mirus / © Weinell et al., 2020

Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine sehr geringe Anzahl von Wirbeln aus - nur 144. Zum Vergleich: Bei einigen anderen Schlangen kann ihre Anzahl 450 erreichen. Anscheinend war dieses Merkmal ein Nebeneffekt der Miniaturisierung des Körpers und der Anpassung an den unterirdischen Lebensstil. Die Computertomographie zeigte, dass sich auch der Kopf der Varai-Wühlschlangen anpasste: Die Schuppen wurden kleiner und die Schädelknochen wurden dicker und stärker, die Größe der Augen und Nasenlöcher nahm ab.

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Philippinen in Bezug auf die Reptilienvielfalt eine der reichsten Regionen der Welt sind. Auf diesen Inseln gibt es etwa 112 Schlangenarten, Vertreter von 41 Familien. Einige von ihnen sind auf den Philippinen endemisch und nirgendwo anders zu finden, einschließlich der Überfamilie Cyclocoridae, der die neuen grabenden Schlangen zugeschrieben werden. Laut Wissenschaftlern zeigt der Fund einmal mehr, dass unser Wissen über heimische Reptilien noch lange nicht vollständig ist. Gleichzeitig sterben sie aufgrund der fortschreitenden Zerstörung natürlicher Lebensräume weiter.

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