Ibiza wird von Schlangen gefangen
Ibiza wird von Schlangen gefangen
Anonim

Die Gefahr von Schlangen liegt in ihrer Invasivität. Sie sind dem lokalen Ökosystem fremd und bedrohen einige Tierpopulationen und sogar die Wirtschaft der Insel.

Die meisten Leute verbinden Ibiza mit Clubs, unbeschwerten Jugendlichen, Leonardo DiCaprio, auf einem Flyboard über dem Meer schwebend, schließlich … Aber nicht mit Schlangen, die in letzter Zeit bei den Anwohnern für Besorgnis gesorgt haben.

Die Schlangen haben sich nicht nur entschieden, nach Ibiza auszuwandern. Sie wurden von Menschen hereingebracht. Der früheste Nachweis einer Schlange auf Ibiza stammt aus dem Jahr 2003. Sie wurde im Dorf San Jose de sa Talaia gesehen. Ein Gärtner bemerkte die Schlange, die auf dem Stamm eines aus Spanien mitgebrachten Olivenbaums saß.

„Die Insel glaubte, dass Schlangen hier aufgrund der Bodenbeschaffenheit niemals überleben würden“, sagt Bernd Brozius, der ehemalige Eigentümer des Landschaftsunternehmens. Bis 2003 wurden auf der Insel keine wilden Schlangenarten registriert, mit Ausnahme der Zwergotter, die verschwand, als die Menschen vor 4000 Jahren zum ersten Mal auf Ibiza ankamen.

Jetzt sind Schlangen überall zu finden. Seit vielen Jahren werden auf Ibiza Gärten aus importierten Bäumen gepflanzt. Aber da Pflanzen ein Lebensraum sind, lebt immer jemand darin. Wer einen Baum aus einem anderen Land mitbringt, bringt seine Bewohner mit: „Sie haben Löcher, Risse, verschiedene Versteckmöglichkeiten für Tiere“, sagt der Biologe Samuel Pigna von der Universität der Balearen.

Forscher und Beamte auf den Balearen glauben, dass die Olivenbäume (die aus den Wurzeln gewonnen wurden) zum wichtigsten "Transportmittel" für die Schlangen wurden. Darüber hinaus leben alle diese Schlangen in den Regionen Spaniens, aus denen die Bäume stammen. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2019 kamen neben den ebenfalls auf Ibiza eingeführten Oliven-Zierbäumen ein gelber Skorpion und Macrothele calpeiana, eine sehr große europäische Spinne, auf die Insel.

Aber nur ein kleiner Prozentsatz der auf die Insel eingeführten Arten hat Auswirkungen auf das Ökosystem, weshalb diese Arten in die Kategorie "invasiv" fallen, die als ernsthafte Bedrohung für die lokale Biodiversität gelten. So macht beispielsweise die Fleckeidechse (Podarcis pityusensis), die als Symbol und Talisman der Insel gilt, einen bedeutenden Teil der Nahrung der Hufeisennatter aus, die plötzlich auf Ibiza auftauchte. In einigen Gebieten leben diese Schlangen nicht mehr. Wenn sich die Hufeisennatter über die Insel ausbreitet, wird die Eidechse ganz verschwinden, sind sich Biologen sicher.

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