Alle modernen Schlangen haben sich aus Asteroiden-Überlebenden entwickelt
Alle modernen Schlangen haben sich aus Asteroiden-Überlebenden entwickelt
Anonim

Vor etwa 66 Millionen Jahren ereignete sich das sogenannte Kreidezeit-Paläogen-Aussterben, das viele Tierarten für immer vom Angesicht der Erde vernichtete, einschließlich aller nicht-Vogel-Dinosaurier. Es wird vermutet, dass der Grund dafür der Fall eines riesigen Asteroiden auf die Erde war.

Es wäre logisch, ein solches Ereignis als echte Katastrophe für alle Lebewesen zu betrachten. Das Leben findet jedoch immer seinen Weg.

Die Autoren der neuen Arbeit, die in Nature Communications veröffentlicht wurde, glauben, dass das Aussterben der Kreide-Paläogenese als eine Form der "kreativen Zerstörung" angesehen werden kann, die den Weg für die Entwicklung neuer Lebensformen ebnete.

Die Forscher fanden heraus, dass alle heute existierenden Schlangenarten aus einer sehr kleinen Population von Reptilien hervorgegangen sind, die das letzte Massensterben überlebt haben.

Um den Verlauf der Schlangenentwicklung nachzubilden, verwendeten Wissenschaftler fossile Daten und analysierten die genetischen Unterschiede zwischen den heute lebenden Schlangenarten.

Die Autoren der Arbeit stellten fest, dass viele weitere verschiedene Formen und Arten von Reptilien ungefähr zur gleichen Zeit auftauchten, als die Hauptpopulation der Dinosaurier massenhaft ausstarb.

Wissenschaftler glauben, dass Schlangen in diesen schwierigen Zeiten durch ihre Fähigkeit gerettet wurden, sich in unterirdischen Löchern zu verstecken und lange Zeit ohne Nahrung auszukommen. Als die anfängliche kritische Phase endete, ermöglichte das Verschwinden von Konkurrenten (Dinosaurier selbst und andere Kreideschlangen) ihnen, neue ökologische Nischen zu besetzen und sich frei über alle Kontinente auszubreiten.

Erst danach erlangten die Schlangen die Vielfalt an Familien und Gattungen, die wir heute beobachten können: Im Laufe der Zeit tauchten Vipern, Kobras, Schlangen, Pythons und Boas auf. Sie erkundeten immer neue Lebensräume und Beutearten.

Giftschlangen, Baum- und Seeschlangen sowie riesige Schlangenarten mit einer Länge von zehn Metern tauchten übrigens auch erst nach dem Massensterben der meisten Dinosaurier auf.

„Dies scheint ein gemeinsames Merkmal der Evolution zu sein – in den Perioden nach großen Aussterben sehen wir die Evolution in ihrer experimentellsten und innovativsten Form.

Die Zerstörung der Biodiversität schafft Raum für die Entstehung einer neuen, für die Kolonisierung neuer Territorien. Dadurch wird das Leben noch vielfältiger als früher“, sagt Studienkorrespondent Dr. Nick Longrich von der University of Bath in Großbritannien.

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