Zeitschleife: ist es möglich, in die Vergangenheit zurückzukehren?
Zeitschleife: ist es möglich, in die Vergangenheit zurückzukehren?
Anonim

Könnte das 1943 von Rene Barzhavel beschriebene berühmte "Ermordungs-Großvater-Paradoxon" Wirklichkeit werden?

Am 28. Juni 2009 veranstaltete der weltbekannte Physiker Stephen Hawking eine Party mit Luftballons, Snacks und Champagner an der Universität Cambridge. Es kam jedoch niemand zu ihr, denn Hawking verschickte Einladungen erst, nachdem die Party vorbei war. Es war nach seinen Worten "ein feierlicher Empfang für Zeitreisende" - damit wollte der Physiker seine langjährige Hypothese bekräftigen, dass Zeitreisen unmöglich sind.

Aber Hawking könnte sich irren. Theoretisch gibt es keine direkten Reiseverbote in die Vergangenheit. Möglich wäre dieser Trick auf der Grundlage von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie, die die Gravitation als Krümmung von Raum und Zeit in Energie und Materie beschreibt. Ein extrem starkes Gravitationsfeld, das beispielsweise von einem rotierenden Schwarzen Loch erzeugt wird, kann Materie so verformen, dass der Raum von innen nach außen gekrümmt wird. Dies würde eine sogenannte geschlossene zeitähnliche Kurve erzeugen – ein Zyklus, der eigentlich eine Zeitreise wäre.

Hawking und viele andere Physiker halten die geschlossene zeitähnliche Kurve für absurd, weil die Zeitreise jedes makroskopischen Objekts unweigerlich Paradoxien hervorbringt, die die Kausalität brechen.

Doch kürzlich versuchten ein Physiker der University of Queensland (Australien) Tim Ralph und sein Doktorand Martin Ringbauer, das "ermordete Großvater-Paradoxon" aus quantenmechanischer Sicht zu untersuchen.

Die Essenz des Paradoxons besteht darin, in der Zeit zurückzugehen und den eigenen Großvater zu töten, wodurch die eigene Geburt verhindert wird. Nach der Hypothese, dass die Vergangenheit in keiner Weise verändert werden kann, muss der Großvater den Mordversuch bereits überlebt haben, oder der Zeitreisende schafft sich damit eine alternative Zeitleiste, in der er niemals geboren wird.

Aus Sicht der Quantenmechanik existiert, wenn eine Person als fundamentales Teilchen dargestellt wird, ihre a priori deterministische Emission nicht - es gibt nur eine Wahrscheinlichkeitsverteilung. Das heißt, eine Person würde mit gleicher Wahrscheinlichkeit einen Mord begehen und ihrem Großvater eine Chance geben, gerettet zu werden - und dies reicht aus, um die Kurve zu schließen und das Paradox zu vermeiden, stellen australische Forscher fest.

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