Eine Verschlechterung der motorischen Funktionen kann ein Zeichen für den bevorstehenden Tod sein
Eine Verschlechterung der motorischen Funktionen kann ein Zeichen für den bevorstehenden Tod sein
Anonim

Wissenschaftler in Frankreich und England haben herausgefunden, dass eine Verschlechterung der motorischen Funktion bei Menschen über 65 auf den bevorstehenden Tod hinweisen kann.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die frühesten Anzeichen bei Probanden zehn Jahre vor dem Tod auftraten

Wissenschaftler der Universität Paris haben zusammen mit Kollegen vom University College London diese Studie Ende des 20. Jahrhunderts begonnen. Beispielsweise untersuchten sie von 1985 bis 1988 die Auswirkungen sozialer, verhaltensbezogener und biologischer Faktoren auf die Gesundheit langfristig. Es wurde von sechstausend Freiwilligen im Alter von 35 bis 55 Jahren besucht.

Anschließend wurden die Teilnehmer zwischen 2007 und 2016 dreimal auf ihre motorischen Funktionen untersucht. Berücksichtigt wurden Faktoren wie Gehgeschwindigkeit, Aufstehzeit, Griffkraft und Schwierigkeiten im täglichen Leben, wie beispielsweise Probleme beim Anziehen, beim Toilettengang, beim Zubereiten von Speisen und beim Einkaufen von Lebensmitteln.

Die dritte Etappe fand bis Oktober 2019 statt. Dann erfassten die Experten die Zahl der Todesfälle unter den Probanden.

Nach der Analyse aller Faktoren stellten die Experten fest, dass diejenigen, die Schwierigkeiten beim Gehen hatten, ein um 22 % erhöhtes Sterberisiko hatten, um 15 % Probleme mit der Griffkraft hatten, um 14 % vom Stuhl aufstehen und bei diesen um bis zu 30 % die Schwierigkeiten im Alltag feststellten.

Die Forscher fanden auch heraus, dass bei den später verstorbenen Studienteilnehmern die Zeit zum Aufstehen in den zehn Jahren vor dem Tod schlechter war, die eigene Einschätzung der Motorik – in sieben Jahren Schwierigkeiten im Alltag – in vier Jahren.

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