Überschwemmungen in Deutschland: Mehr als 30 Milliarden Euro nötig, um die Folgen zu beseitigen
Überschwemmungen in Deutschland: Mehr als 30 Milliarden Euro nötig, um die Folgen zu beseitigen
Anonim

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Lasche sagte, allein in seinem Land würden mindestens 13 Milliarden Euro benötigt. Bei der Naturkatastrophe kamen im vergangenen Monat mehr als 180 Menschen ums Leben.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Lasche sagte am Montag, für den Wiederaufbau betroffener Gebiete in Deutschland nach der tödlichen Flut im vergangenen Monat würden mindestens 26 Milliarden Euro benötigt.

Die Kommentare kamen vor einer Konferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Staats- und Regierungschefs am Dienstag, auf der erwartet wird, dass sie einen Konjunkturplan unterzeichnen.

Was hat Lascha gesagt?

"Der Gesamtschaden in Nordrhein-Westfalen wird nach ersten Schätzungen 13 Milliarden Euro erreichen", sagte Lasche den Abgeordneten des Landes.

Die Flut beschädigte mehr als 150 Schulen im Land sowie 200 Kindergärten.

Lasche versprach, sein Bestes zu tun, um den betroffenen Städten und Familien zu helfen, sich von der Katastrophe zu erholen.

Die Wiederaufbaukosten im benachbarten Rheinland-Pfalz würden "in ähnlicher, möglicherweise sogar noch höherer Höhe" liegen.

„Alle Länder haben gezeigt, dass sie bereit sind, Verpflichtungen in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro einzugehen“, fügte er hinzu.

Die Sanierungskosten werden zu gleichen Teilen zwischen Bund und Ländern aufgeteilt.

Der Spiegel sagte am Montag, die Bundesregierung habe einem Konjunkturpaket in Höhe von 30 Milliarden Euro zugestimmt.

Deutschland leidet unter schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten

Bei Überschwemmungen in den beiden westlichen Bundesländern kamen 184 Menschen ums Leben. Auch das östliche Bundesland Sachsen-Anhalt war vom Hochwasser betroffen, ebenso der Süden Bayerns.

Lasche und andere deutsche Beamte wurden dafür kritisiert, wie sie mit der Krise umgehen.

Einige Bewohner der stark betroffenen Gebiete gaben an, vor Beginn der tödlichen Überschwemmungen keine Warnung erhalten zu haben. Die deutsche Staatsanwaltschaft hat kürzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässigkeit gegen den vom Hochwasser betroffenen Bezirksvorsteher Ahrweiler eingeleitet.

Lasche wurde bei einem Besuch in der vom Hochwasser heimgesuchten Stadt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im vergangenen Monat zum Lachen kritisiert. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen entschuldigte sich später für seinen Fehler.

"Es war dumm, dumm, ich hätte es nicht zulassen sollen", sagte Lashe

Während Lasche bei der Bundestagswahl im September als Spitzenkandidat für die Ablösung von Angela Merkel als Kanzlerin galt, zeigte eine aktuelle Umfrage, dass der SPD-Kandidat Olaf Scholz das Land in einer Dreierkoalition führen könnte.

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