Unter dem gefährlichsten Gletscher der Welt wurde eine Hitzebombe gefunden
Unter dem gefährlichsten Gletscher der Welt wurde eine Hitzebombe gefunden
Anonim

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts in Deutschland haben eine verwundbare Stelle unter einem der am schnellsten schmelzenden antarktischen Gletscher gefunden. Es stellte sich heraus, dass der Fuß des Tuyatsa-Gletschers, der sich am Meeresgrund befindet, durch eine geothermische Strömung erwärmt wird. Dies wurde in einem Artikel berichtet, der in der Zeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht wurde.

Das Abschmelzen des Thwaites-Gletschers in der Westantarktis, der als der gefährlichste der Welt gilt, ist für etwa vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs verantwortlich. Wissenschaftler glauben, dass der Anteil steigen könnte, da dieser Gletscher einer der volatilsten ist. An vielen Stellen ruht es auf dem Meeresboden und steht in Kontakt mit warmen Wassermassen. Die Forscher fanden heraus, dass aus den Eingeweiden der Erde unter dem Eis eine große Wärmemenge kommt, die das Gleiten der Eismassen wahrscheinlich für Millionen von Jahren beeinflussen wird.

Der geothermische Wärmefluss unter dem Thwaites-Gletscher wiederum hängt damit zusammen, dass der Gletscher in einer tektonischen Depression liegt, wo die Erdkruste deutlich dünner ist als beispielsweise in der benachbarten Ostantarktis. Die Dicke der Erdkruste beträgt nur 17-25 Kilometer, und daher liegt der größte Teil des Bodens 1-2 Kilometer unter dem Meeresspiegel. Analysen haben gezeigt, dass unter dem Thwaites-Gletscher geothermische Wärmeströme von bis zu 150 Milliwatt pro Quadratmeter auftreten können.

Bisher können Geophysiker nicht feststellen, inwieweit die wachsende Erdwärme den Gletscherboden aufheizt. Der Wärmefluss kann eine Art „Bombe“sein, die den Eisverlust und den Anstieg des Meeresspiegels in Zukunft beschleunigen wird.

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