Der Sturm, der Moskau bedeckte, gewinnt an Stärke und erweitert seine Geographie
Der Sturm, der Moskau bedeckte, gewinnt an Stärke und erweitert seine Geographie
Anonim

Der europäische Teil Russlands war von einer mächtigen atmosphärischen Front bedeckt. Moskau befand sich im Epizentrum der Elemente. Wie lange wird der böige Wind in der Hauptstadt anhalten? Und welche anderen Gebiete werden von schlechtem Wetter betroffen sein?

In Moskau ist heute der zweite Tag des Sturms. Gruseliges Filmmaterial vom Roten Platz: Ein Stück profiliertes Blech fliegt Zentimeter vom Kopf eines vorbeigehenden Mädchens entfernt. Das Video handelt von Glück und Leichtsinn. Sowohl Prognostiker als auch Retter warnten die Moskauer vor dem kommenden Unwetter. Die Stadt hat sogar ein Notfallwarnsystem eingeschaltet.

Trotzdem überraschten die Elemente viele. Was sind nur die Bauarbeiter, die trotz der Warnungen weiterarbeiten, als ob nichts in gefährlicher Höhe passiert wäre. Glücklicherweise gelang es ihnen, sich in einem unvollendeten Gebäude zu verstecken. Das Wetter in der Hauptstadt verschlechterte sich am 18. August gegen fünf Uhr nachmittags. Augenzeugen berichten, dass ein Sommertag im Handumdrehen einem Regenguss gewichen ist. Und die Regenfälle wurden von starken Winden begleitet - bis zu 22 Meter pro Sekunde.

In Lyubertsy und Kotelniki kam zuerst der Wind auf und dann begann es zu regnen. Infolgedessen wurden die Gebiete von einem echten Sturm erfasst und dann von einem Regenguss überflutet. Gegen Abend beruhigten sich die Elemente. Aber heute, 19. August, wird der Sturm weitergehen.

Die Böenzone wird sogar größer. Auch in der Schwarzmeerregion werden nun Böen über 15-20 m/s erwartet. Wird weiterhin in der Mitte und im Norden der russischen Tiefebene wehen. Hier können Luftströme bis zu 20-25 m/s und noch mehr beschleunigen.

Niederschlag wird auch die Geographie erweitern. Die Wolkenfelder der atmosphärischen Front erstrecken sich heute von der Barentssee bis zum Kaukasus. Und wieder achten Prognostiker auf die südlichen Regionen des Landes. Immerhin haben sie erst kürzlich eine ganze Reihe von Starkregen erlebt.

Die Wolken werden Anapa wieder bedecken. Hier strömt in 24 Stunden bis zur Hälfte der monatlichen Feuchtigkeitsmenge aus. Morgens und abends kann die Regenintensität nach Modellschätzungen in drei Stunden 4-6 mm erreichen.

Moskau wird auch unter dem Schlag der Elemente bleiben. Am Ende des Tages wird in der Hauptstadt etwa ein Viertel der Augustregenfälle vorhergesagt. Der Großteil wird sich in den Morgenstunden auf die Stadt ergießen. Die Schauer lassen dann nach und intensivieren sich gegen Mittag und Abend wieder kurz.

In Zukunft wird sich das Wetter im Süden und im Zentrum Russlands unterschiedlich entwickeln.

Die atmosphärische Front ist ein Streifen dichter weißer Wolken, der sich Moskau von Westen nähert. Aber östlich der Hauptstadt ist der Himmel klar. Es gibt ein sesshaftes Antizyklon. Momentan ist der Frontalschnitt auf diese Hochdruckzone gestoßen. Und aus diesem Grund friert es für eine Weile an einer Stelle ein.

Der Einfluss des Antizyklons erstreckt sich nicht auf den Süden Russlands. Dort wird die Schlechtwetterperiode also kurz sein.

In Anapa sinkt die Tagestemperatur heute oder morgen aufgrund von Gewitterregen auf plus 24-26. Aber am Samstag wird die Front die Schwarzmeerregion verlassen, Schauer bekommen einen lokalen und kurzfristigen Charakter. Und ab Sonntag kehrt das Temperaturregime zum Klima zurück: 27-29 Grad über Null.

Die zentralen Bereiche bleiben aber mindestens bis Ende der Woche in der Schlechtwetterzone. Auch hier ist mit einem Kälteeinbruch zu rechnen. In Moskau wird das Klima bis Samstag etwas wärmer sein: + 23-25. Aber von Sonntag bis Montag kehren die Thermometerwerte zu normalen Werten zurück: + 21-22.

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