Geologen haben herausgefunden, wo Hunderte von Millionen Jahren der Felsaufzeichnungen des Grand Canyon verschwunden sind
Geologen haben herausgefunden, wo Hunderte von Millionen Jahren der Felsaufzeichnungen des Grand Canyon verschwunden sind
Anonim

Wissenschaftlern ist es gelungen, das komplizierte Rätsel eines der berühmtesten geologischen Merkmale des Grand Canyon zu lösen: die mysteriöse fehlende Zeitspanne in der geochronologischen Aufzeichnung des Canyons, die Hunderte von Millionen Jahren umfasst.

Das "große Missverhältnis" im Zeitalter des Grand Canyon-Gesteins plagt Geologen seit 150 Jahren. Nun scheinen Forscher eine Erklärung für das Fehlen einer so großen geochronologischen Lücke gefunden zu haben.

Die roten Klippen und Klippen des Grand Canyon sind nicht nur eine der Hauptattraktionen der USA, sondern auch eine Art Lehrbuch der Erdgeschichte, die Milliarden Jahre ihrer Erdgeschichte umfasst. Wenn Sie die felsigen Hänge des Canyons hinabsteigen, können Sie fast 2 Milliarden Jahre in die Vergangenheit des Planeten "springen". Doch dieses Lehrbuch enthält auch fehlende Seiten: In einigen Gebieten sind Gesteine ​​mit einem Gesamtalter von etwa einer Milliarde Jahren spurlos aus dem Grand Canyon verschwunden.

Dieses Mysterium wurde einst die "Große Diskrepanz" genannt - es hat Geologen seit seiner Entdeckung vor 150 Jahren bis heute verwirrt. Die Autoren des neuen Werkes glauben, dieses Rätsel fast gelöst zu haben. Sie zeigten, dass eine Reihe kleiner, aber starker Verwerfungen die Region während des Zusammenbruchs eines alten Superkontinents namens Rodinia erschüttert haben könnte. Als Folge dieses Ereignisses riss das Land rund um den Canyon auseinander und die Steine ​​​​mit Sedimentgesteinen wurden in den Ozean gespült.

Die Ergebnisse des Teams könnten Wissenschaftlern helfen, die fehlenden Teile dessen zu ergänzen, was während dieser für den Grand Canyon kritischen Zeit passiert ist. Bei ihrer Arbeit verwendeten Geologen eine Methode namens "Thermochronologie", mit der Sie die Geschichte der Wärmeausbreitung in Gesteinen verfolgen können. Wissenschaftler haben gezeigt, dass, wenn geologische Formationen tief unter der Erde vergraben sind, der Druck von oben dazu führen kann, dass sie sich aufheizen und sich verändern. Diese Hitze hinterlässt daher Spuren in der Chemie der Mineralien in solchen Formationen.

Mit diesem Ansatz analysierten die Forscher Gesteinsproben, die rund um den Grand Canyon gesammelt wurden. Sie fanden heraus, dass die Geschichte dieser Funktion verwirrender sein kann als bisher angenommen. Insbesondere die westliche Hälfte des Canyons und sein östlicher Teil können im Laufe der Zeit verschiedenen geologischen Verzerrungen ausgesetzt gewesen sein. Forscher müssen dieses Wirrwarr von Fakten noch bis zum Ende entwirren.

Der Artikel wurde in der Zeitschrift Geology veröffentlicht.

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