Ärzte haben Luftschadstoffe genannt, die zu Herzstillstand führen
Ärzte haben Luftschadstoffe genannt, die zu Herzstillstand führen
Anonim

Das Vorhandensein mehrerer Schadstoffe in der Luft erhöht das Risiko eines Herzstillstands, haben italienische Ärzte der Poliklinik San Mateo festgestellt. Sie sprachen auf dem Kongress der European Society of Cardiology über die Gefahr.

Zuvor war bekannt, dass Luftverschmutzung ein potenzieller Risikofaktor für einen Herzstillstand ist, aber es gibt nur wenige Untersuchungen zu ihrem Zusammenhang mit bestimmten Substanzen. Um das Problem zu verstehen, sammelten die Forscher Daten zur täglichen Inzidenz von Herzstillstand im Jahr 2019 in mehreren italienischen Provinzen und verglichen sie mit Informationen zu den täglichen Konzentrationen verschiedener Substanzen in der Luft im Untersuchungsgebiet.

Insgesamt fanden die Forscher 1582 ambulant erworbene Herzstillstände. Sie traten häufiger an Tagen auf, an denen die Konzentration von Feinstaub (PM10, PM2,5), Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Schwefeldioxid in der Luft deutlich erhöht war. Je stärker die Veränderungen waren, desto mehr Fälle von Herzstillstand wurden beobachtet. Auch die Wahrscheinlichkeit nahm mit sinkenden Temperaturen zu. Außerdem fanden die Forscher bei Ozon einen umgekehrten Zusammenhang – je mehr es in der Luft war, desto seltener trat ein Herzstillstand auf.

Die Forscher schlagen vor, anhand der gewonnenen Daten anhand der Überwachung der Luftzusammensetzung die Häufigkeit von Herzstillstand in verschiedenen Regionen vorherzusagen – dies wird die Effizienz der medizinischen Versorgung verbessern. Auch bei der Arbeit mit Patienten sollten Ärzte diesen Faktor bei der Einschätzung des Risikos der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen berücksichtigen.

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