Hunderte von Silbermünzen in der Nähe des Schlosses Lukov in Böhmen gefunden
Hunderte von Silbermünzen in der Nähe des Schlosses Lukov in Böhmen gefunden
Anonim

Im Wald bei der südmährischen Burg Lukov (Tschechien) wurde ein Schatz aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts entdeckt. Laut Arkeonews taten es zwei Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Schlosses Lukowski ganz zufällig während einer gewöhnlichen Pilzwanderung in den Wäldern der Umgebung.

Es wird darauf hingewiesen, dass Pilzsammler, als sie durch den Eichenwald gingen, etwas Glänzendes sahen, ähnlich wie Metall. Wie sich herausstellte, handelte es sich um Münzen. Das Gebiet hier wurde kürzlich von Wildschweinen auf der Suche nach Nahrung gegraben, wodurch der Schatz an die Oberfläche gelangte.

Der Fund wurde Archäologen gemeldet, und bald ging ein Team von Fachleuten dorthin, um den Ort zu inspizieren. Insgesamt wurden seit etwa 1400 392 Prager Pfennige gefunden. Darüber hinaus wurden hier 27 Heller gefunden, die vom Markgrafen Jobst von Mähren geprägt wurden, was ein bedeutenderer Fund ist. Dies liegt daran, dass diese Münzen innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums geprägt wurden – 20 Jahre, etwa 1400, und dementsprechend zu den selteneren gehören.

Derzeit werden die Münzen von Spezialisten gereinigt und analysiert und nach dieser Arbeit in einer Sonderausstellung ausgestellt.

Es ist erwähnenswert, dass Lukov im 13. Jahrhundert Teil eines Burgnetzes war, das die Ostgrenze des böhmischen Königreichs schützte. Während der böhmisch-ungarischen Kriege wurde die Burg von den Truppen des ungarischen Königs Matthias Corvinus eingenommen und niedergebrannt, später aber wieder aufgebaut. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Lukov immer wieder zum Zentrum des Aufstands der einheimischen Bevölkerung der sogenannten Walachen gegen die Habsburger. Es verfiel, nachdem es von schwedischen Truppen verbrannt und zerstört wurde, und wurde Ende des 18. Jahrhunderts aufgegeben.

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts begannen Versuche, die Burganlage zu retten. Seit 1983 wird hier archäologische Forschung betrieben und seit 1987 beginnt die schrittweise Restaurierung der Denkmäler, auch mit Hilfe des Vereins der Freunde des Schlosses Lukowski. Viele Jahre ehrenamtlicher Arbeit haben die Burg von einer verlassenen Ruine zu einem beliebten Ausflugsziel gemacht.

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