Tragisches Verschwinden der Gletscher in den Pyrenäen vorhergesagt
Tragisches Verschwinden der Gletscher in den Pyrenäen vorhergesagt
Anonim

Die südlichsten Gletscher Europas werden in den nächsten zwei Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels wahrscheinlich fast verschwinden, da die Eismassenreduzierung in den Pyrenäen seit mindestens den 1980er Jahren mit konstant hoher Geschwindigkeit anhält. Dies wird von spanischen Wissenschaftlern vorhergesagt, die einen Artikel in der Zeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht haben.

In den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich sind seit 2011 drei Gletscher verschwunden oder zu Eisstreifen geworden. Bei 17 der zwei Dutzend verbleibenden Eisschilde nahm die Eisdicke im Durchschnitt um 6, 3 Meter ab. Die Masse ist in fast einem Jahrzehnt um mehr als ein Fünftel (23 Prozent) zurückgegangen.

Als Grund nennen Wissenschaftler den globalen Klimawandel und insbesondere ein allgemeiner Temperaturanstieg um 1,5 Grad Celsius in der iberischen Region seit dem 19. Jahrhundert. Laut Geologen hätten solche Veränderungen eine Tragödie für die Landschaft der Pyrenäen und ihre Artenvielfalt sein sollen, aber die genauen Folgen sind noch unbekannt.

Wissenschaftler haben an einigen Stellen der am schnellsten schmelzenden Gletscher eine Abnahme der Eisdicke von bis zu 20 Metern festgestellt. Das Schrumpfen der vier größten Eisschilde erfolgt mit einer konstanten Rate, verglichen mit der Schrumpfungsrate der kleineren Eisschilde. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass sie mit Zuversicht behaupten können, dass die Pyrenäengletscher in extremer Gefahr sind und in etwa zwei Jahrzehnten verschwinden oder sich in Resteisflecken verwandeln könnten.

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