Biologen kündigten die Beschleunigung der Entwicklung des Coronavirus an
Biologen kündigten die Beschleunigung der Entwicklung des Coronavirus an
Anonim

Biologen aus Australien haben herausgefunden, dass das Auftreten immer gefährlicherer Stämme des SARS-CoV-2-Coronavirus auf die zunehmende Geschwindigkeit seiner Evolution zurückzuführen ist. Früher habe das Virus nicht mehr als zwei Mutationen pro Monat angehäuft, jetzt sei die Zahl auf 10-15 gestiegen, schreibt die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Bezugnahme auf das Portal medRxiv.

Im Laufe des Jahres wurden weltweit vier Varianten von SARS-CoV-2 erfasst, die von Experten der Weltgesundheitsorganisation in der Gruppe mit der höchsten Risikobewertung ausgewählt wurden. Dies sind die britischen (alpha), südafrikanischen (beta), brasilianischen (gamma) und indischen (delta) Stämme der Infektion. Diese Optionen verbreiten sich schneller als andere und provozieren einen schwerwiegenderen Krankheitsverlauf. Darüber hinaus sind gefährliche Stämme weniger anfällig für Antikörper, die infolge einer Impfung oder nach einer früheren Infektion im Körper aufgetreten sind.

Mitarbeiter der Universität Melbourne glauben, dass das Coronavirus unter dem Einfluss der positiven Selektion schneller zu mutieren begonnen hat. Wissenschaftler haben die genetischen Sequenzen des SARS-CoV-2-Virus aus der offenen GISAID-Datenbank untersucht und die Evolutionsrate des Erregers anhand verschiedener Modelle abgeschätzt.

Die Analyse zeigte, dass die Evolutionsgeschwindigkeit des Coronavirus zwischen den Stämmen stark variiert und das Auftreten neuer Varianten des Erregers weitgehend durch eine Zunahme der Evolutionsgeschwindigkeit bestimmt wird. In einigen Zeiträumen übersteigt die Evolutionsrate von SARS-CoV-2 die phylogenetische Hintergrundrate um das Vierfache.

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