Die stärkste Explosion im Weltraum überraschte Wissenschaftler
Die stärkste Explosion im Weltraum überraschte Wissenschaftler
Anonim

Astronomen haben überzeugende Beweise dafür gefunden, dass sich ein Schwarzes Loch oder ein Neutronenstern spiralförmig in den Kern eines der beiden Sterne gedreht hat und ihn explodieren ließ, was eine Kettenreaktion im Begleitstern auslöste. Wissenschaftler konnten erstmals ein solches Ereignis beobachten.

Experten des California Institute of Technology begannen 2017 mit der Untersuchung des ungewöhnlichen Phänomens. Dann fanden sie ein Objekt, das Radiowellen aussendete, aber bei früheren Himmelsdurchmusterungen nicht beobachtet wurde, schreibt Phys.org.

Nach der Untersuchung des faszinierenden Objekts mit einem leistungsstarken Teleskop auf Hawaii haben Wissenschaftler festgestellt, dass die helle Radioemission vom Rand einer sternbildenden Zwerggalaxie etwa 480 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt kommt. Später entdeckten sie 2014 mit einem Instrument an Bord der Internationalen Raumstation ISS einen Röntgenstrahl, der von dem Objekt ausging.

Alle Beobachtungen haben es Astronomen ermöglicht, die faszinierende Geschichte des jahrhundertealten "Todestanzes" zwischen zwei massereichen Sternen zusammenzusetzen. Wie die meisten Sterne, die viel massereicher sind als unsere Sonne, wurden diese beiden Sterne als Doppelpaar geboren, das sich nahe beieinander umkreist. Einer von ihnen war massiver als der andere und entwickelte sich durch Kernfusion schneller.

Die Umlaufbahn eines Schwarzen Lochs oder Neutronensterns näherte sich stetig einem der beiden Sterne. Vor etwa 300 Jahren trat ein Weltraumobjekt in seine Atmosphäre ein und startete den "Tanz des Todes". An diesem Punkt führte die Interaktion zwischen den Objekten zu einer massiven Freisetzung von Gas in den Weltraum. Es drehte sich spiralförmig und bildete einen sich ausdehnenden donutförmigen Ring um ein Paar Sterne.

Schließlich gelangte ein Schwarzes Loch oder ein Neutronenstern in den Kern eines Sterns und unterbrach die Kernfusion, die verhindert, dass der Kern unter seiner eigenen Schwerkraft kollabiert. Als der Kern kollabierte, bildete er kurzzeitig eine Materialscheibe, die sich um den Eindringling drehte und einen Materialstrom mit nahezu Lichtgeschwindigkeit nach außen schob und sich seinen Weg durch den zweiten Stern bahnte.

„Es war dieser ‚Jet‘, der 2014 die Röntgenstrahlen erzeugte, die das MAXI-Instrument an Bord der Internationalen Raumstation ISS sah“, stellen die Wissenschaftler fest. Der Zusammenbruch des Kerns des Sterns führte dazu, dass die zweite als Supernova explodierte, nachdem ihr Begleiter zuvor explodiert war. Im Wesentlichen stürzten die Überreste des explodierenden Sterns in ihren Begleiter, wodurch dieser ebenfalls explodierte.

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