Das Aussehen eines humanoiden Roboters hat einen Mann dazu gebracht, seine Meinung zu ändern
Das Aussehen eines humanoiden Roboters hat einen Mann dazu gebracht, seine Meinung zu ändern
Anonim

Experimente haben gezeigt, dass wenn ein Mensch im Moment einer Entscheidung den Blick eines anderen spürt, ihm diese Entscheidung schwer fällt - insbesondere kann er seine Absichten ändern. Auch wenn ihn ein humanoider Roboter ansieht. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science Robotics veröffentlicht.

„Roboter werden immer mehr in unserem täglichen Leben präsent sein, daher ist es für ihre Schöpfer wichtig, nicht nur technologische Aspekte zu verstehen, sondern auch die Nuancen, wie Menschen auf Roboter reagieren“, sagt Agnieszka Wykowska, Leiterin der Studie.

An der Studie von Wykowski und ihren Kollegen nahmen 40 Freiwillige teil. Sie wurden gebeten, ein Spiel nach dem beliebten Modell von Hawks and Doves mit dem humanoiden Roboter iCub zu spielen.

Das Spiel besteht aus einem Wettbewerb zwischen zwei Fahrern, die in Autosimulatoren aufeinander zufahren. Je nachdem, welche Rolle im Spiel – aggressiv oder friedlich – für den Teilnehmer und seinen Gegner spielt, erleiden die Fahrer bei einer Kollision entweder „Verletzungen“oder keinen Schaden.

Durch die Überwachung der Gehirnaktivität der Freiwilligen beim Spielen mit dem Roboter haben Wissenschaftler ein interessantes Detail herausgefunden. "Blickte" der Roboter die Person in dem Moment an, in dem sie entschlossen war, eine Kollision zu vermeiden oder sich weiterzubewegen, fiel dem Versuchsteilnehmer die Entscheidung schwer. Oftmals änderten die Menschen sogar ihre Absichten durch den Blick des Roboters.

Dies ist überraschend, da eine Person normalerweise auf einen Blick reagiert und erkennt, dass dahinter eine Art sozialer Interaktion steckt. Im Fall des Roboters geschah jedoch nichts dergleichen.

Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Robotern rein menschliche Eigenschaften – nicht nur äußerliche, sondern auch verhaltensbezogene – zu geben, sowohl positive als auch negative Rollen für den Menschen spielen kann.

Wykowska und ihre Kollegen hoffen, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit den Schöpfern der Roboter der Zukunft – auch solchen, die ständig mit dem Menschen interagieren – helfen, diese bestmöglich zu gestalten.

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